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22.02.2012

Einige ziehen nicht mit


Titz (links): "Wer nicht mitzieht, spielt nicht!"

Titz (links): "Wer nicht mitzieht, spielt nicht!"

Wenn der FC Homburg heute abend um 19 Uhr den SC Hauenstein empfängt, geht es für die Saarländer in erster Linie um Wiedergutmachung. Nachdem die Mannschaft bei der 0:3-Niederlage in Ludwigshafen so ziemlich alles vermissen ließ, was sie in der Vorrunde der Fußball-Oberliga bis an die Spitze der Tabelle geführt hat, hat FCH-Trainer Christian Titz angekündigt, im Training jeden einzelnen Spieler genau unter die Lupe zu nehmen.

Was er dabei gesehen hat, hat ihn bei einigen nicht überzeugt. „Ich habe nicht bei allen eine entsprechende Reaktion auf die Leistung in Ludwigshafen gesehen. Einige haben die Chance nicht genutzt. Die, die nicht mitgezogen haben, werden auch nicht spielen“, kündigt Titz an, dass sich einige Spieler heute abend anstatt auf dem Platz auf der Ersatzbank oder auf der Tribüne wiederfinden dürften. „Vier bis fünf Veränderungen“ will der Trainer für die heutige Startaufstellung vornehmen, ohne Namen zu nennen. Zwischen den Zeilen gibt Titz jedoch zu verstehen, dass sich sein Augenmerk dabei im Besonderen auf die Offensive richtet. „Die Defensive fängt bei uns nicht hinten, sondern vorne an“, bemängelt der Trainer das Defensivverhalten seiner Mannschaft, in der der laut Titz „manche nicht die Einsicht haben, dass sie nicht gut gespielt haben“.

Weiter verzichten muss der Trainer auf Andre Kilian, dessen entzündete Achillessehne frühestens beim Heimspiel am Samstag gegen die SpVgg Wirges einen Einsatz zulässt. Marc Buchmann, der an einer Bänder- und Kapselverletzung im Fuß laboriert, wird voraussichtlich im Kader stehen. Eine eventuell notwendige Operation wollen Trainer und Spieler nach Möglichkeit auf einen Termin nach Saisonende verschieben. „Marc ist so ein intelligenter Spieler, dass er sich seine Kräfte einteilen kann“, sagt Titz. Dazu dürfte mit Irwin Parra ein neues Gesicht in der Startformation auftauchen. Titz ist optimistisch, dass die in Ludwigshafen noch fehlende Freigabe des Verbands für den offensiven Neuzugang bis heute abend erteilt sein wird.

Mit Hauenstein erwartet den FCH eine Mannschaft, die laut Titz „einen ähnlichen Fußball wie wir“ spielt. Die spannende Frage bleibt demnach, wer besser mit den schwierigen Platzverhältnissen im Waldstadion zurecht kommen wird. Eventuellen Ausreden entzieht der Trainer aber schon im Vorfeld den Nährboden. „Heute zählt keine Schönspielerei, sondern Willensstärke. Wir wollen so schnell wie möglich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Dabei muss es egal sein, wer kommt. Heute abend zählen allein drei Punkte“, lässt Titz keinen Zweifel daran, was er von seiner Mannschaft erwartet.


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