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FCH-Trainer Christian Titz: „Mit 10 bis 15 Prozent weniger haben wir nicht die Qualität um zu gewinnen“
Im Spiel Eins nach der Winterpause setzte es für den FC Homburg eine üble Klatsche. Mit 0:3 hat der Fußball-Oberligist sein Nachholspiel bei Arminia Ludwigshafen verloren und dabei eine dem Ergebnis angepasste Leistung geboten. Andreas Lange (11. Minute), Tim Amberger (42.) und Jens Leithmann (85., Foulelfmeter) erzielten die Tore für die Gastgeber.
Entsprechend angefressen reagierte FCH-Trainer Christian Titz auf den enttäuschenden Jahresauftakt. „Das war ein schlechtes Spiel von uns“, sucht der 40-Jährige nicht nach Ausreden, sondern legt den Finger in die für 400 Zuschauer vor Ort deutlich sichtbare Wunde. „Fehlende Laufbereitschaft“, „kein aggressives Zweikampfverhalten“ und das „Nichteinhalten von taktischen Vorgaben“ zählt er dabei als größte Mankos im Spiel seiner Mannschaft auf. Zusammenfassend bringt es der Trainer auf einen Nenner: „Das hat alles nur mit einem Punkt zu tun: fehlende Disziplin.“
Während die Euphorie im Umfeld des Tabellenführers, der in der Vorrunde nicht nur die meisten Punkte sammelte, sondern auch den besten Fußball der Liga präsentierte, stetig gewachsen ist und auch die Vereinsführung des Regionalliga-Absteigers sich den direkten Wiederaufstieg zum Ziel gesetzt hat, sieht sich Titz in seinen Warnungen bestärkt, dass es seiner jungen Truppe noch an Konstanz mangelt. „Wir haben schon seit September öfter Phasen, wo wir von unserem Weg abgehen. Vorher hatten wir nach Ballverlusten sofort unser Defensivverhalten in den Mittelpunkt gerückt. Das machen wir seitdem nicht mehr. Jetzt herrscht mitunter das Motto, nimm du ihn, ich hab ihn sicher“, entzündet sich der Ärger des Trainers daran, dass die Mannschaft in Ludwigshafen vor allem defensiv nicht bereit war, wirklich alles für den Erfolg zu geben. „Der Gegner ist ab der 70. Minute eingebrochen. Wenn es da noch 0:0 gestanden hätte, hätten wir das Spiel gewinnen können“, berichtet Titz sichtlich angefressen und fügt mahnend hinzu: „Mit 10 bis 15 Prozent weniger haben wir nicht die Qualität um zu gewinnen.“ Dass mit Andre Kilian und Marc Buchmann derzeit die, laut Titz, „beiden absoluten Führungsspieler, die in solchen Situationen vorangehen und antreiben“, angeschlagen sind, macht die Situation nicht leichter
Für das Nachholspiel des FCH am Mittwoch zuhause gegen SC Hauenstein kündigt Titz für einige Spieler mehr als mahnende Worte an. „Wir werden mit Sicherheit die Mannschaftsaufstellung ändern. Wir werden dabei genau hinschauen“, dürfte der Fußball-Lehrer schon jetzt manchem eine Denkpause verschaffen. Trotz aller Kritik glaubt Titz, „dass die Mannschaft gemerkt hat, was gefehlt hat. Das können die Jungs am Mittwoch wieder gut machen. Ich erwarte eine Reaktion auf dem Platz.“


